DIE DO’S UND DONT’S DER BEWERBUNG.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! Daher sollten Sie für Ihre Bewerbung sehr viel Zeit, Energie und Aufmerksamkeit verwenden, um diese möglichst perfekt zu gestalten. Ihre Bewerbung soll die Eintrittskarte in das Unternehmen werden, für das Sie sich interessieren.

Die erste Präsentation und die professionelle Aufmachung Ihrer Bewerbung sind entscheidend für den Erfolg und das Weiterkommen im Bewerbungsprozess. Achtung: Im Wort Bewerbung steckt das Wörtchen „WERBUNG“ – das sollten Sie sich zu Herzen nehmen! Sie machen Werbung für sich und Ihre Fähigkeiten, d.h. diese sollten auch komplett erfasst und ansprechend präsentiert sein. Sie müssen in der Lage sein, Ihren bisherigen Lebenslauf und Ihre Zukunftswünsche in Worte zu fassen!

Worauf es ankommt: 

DIE DO’S.

Bereiten Sie Ihre eigenen Qualifikationen auf und beschreiben Sie konkret Ihre Stärken und die Bereiche, die Sie optimieren möchten. Einerseits hilft Ihnen das bei einer realistischen Selbstreflexion und einer konstruktiven Auseinandersetzung mit Ihren Entwicklungsfeldern, andererseits werden in vielen Bewerbungsgesprächen genau diese Themen diskutiert und es hilft Ihnen, darauf intensiv vorbereitet zu sein. Ihre eigenen Wünsche und Ziele werden von Ihnen selbst klar wahrgenommen und können entsprechend präsentiert werden.

Bereiten Sie überzeugende Argumentationen anhand von praktischen Beispielen auf, damit Ihr Gesprächspartner ein deutliches Bild erhält und geben Sie so Ihren Worten nachhaltigen Eindruck. Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg! Vorbereitung bringt Sicherheit!

Schauen Sie bei Stellenangeboten nicht nur auf die ausgeschriebenen Qualifikationen. Sie sollten auch darauf achten, welche Werte, Visionen und Strategien das Unternehmen definiert und ob Sie sich mit diesen identifizieren können. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Wertesystem und natürlich auch mit dem Produkt, bzw. den Dienstleistungen des Unternehmens, hilft Ihnen sowohl eine gute Bewerbung zu gestalten als auch beim Vorstellungsgespräch. Ist das Unternehmen konzernabhängig, ein deutsches Familienunternehmen, ein amerikanisch, asiatisch oder europäisch geführtes Unternehmen? Hier gibt es riesige Unterschiede. Ein guter „cultural fit“ ist deutlich wichtiger als das letzte Detail im materiellen Angebot. Ebenso sollten Sie eine langfristige Perspektive, Aufstiegsmöglichkeiten oder Möglichkeiten, Ihre Kenntnisse zu erweitern, hoch bewerten.

Neben den Informationen über das Unternehmen sollten Sie so viel wie möglich über die ausgeschriebene Position erfahren. Lesen Sie sich die Stellenbeschreibung genau durch und schätzen Sie Ihre Eignung für diese Vakanz realistisch ein. Bewerben Sie sich nicht, wenn Sie die Basisanforderungen nicht erfüllen.

Folgende Punkte sollten Sie beim Lesen von Stellenanzeigen überprüfen:

  • Was wird gefordert – entspricht das meiner Qualifikation?
  • Passen die Unternehmensdaten (Branche, Sitz, Größe, Ausrichtung) zu meinen Vorstellungen?
  • Welche Art der Bewerbung wird gewünscht (Postweg, online, Online-Formular, Kurzbewerbung)?
  • Wie sehen die Rahmenbedingungen aus (Eintrittstermin, Einarbeitung, Gehaltsvorstellungen)?
  • Wie heißen die Ansprechpartner, wird ein telefonischer vorab-Kontakt angeboten?
Das Anschreiben

Das Anschreiben ist – nach dem Lebenslauf – das wichtigste Dokument Ihrer Bewerbung. Hier können Sie individuell auf die ausgeschriebene Stelle eingehen. Sie sollten keine Standardanschreiben verwenden, sondern sich auf die konkrete Ausschreibung und Ihren „Fit“ beziehen. Hier bietet sich die Möglichkeit, auf Ihre persönlichen Stärken und Interessen sowie Erfahrungen einzugehen und für die Position besonders relevante Punkte hervorzuheben, z. B. Auslandserfahrungen für die guten Sprachkenntnisse.

  • Fassen Sie sich kurz und halten Sie das Anschreiben übersichtlich, nicht mehr als eine Seite!
  • Keine Schachtelsätze, sondern kompakt und treffend formulierte Aussagen verwenden. Lieber zwei kürzere Sätze, als ein langer Satz mit vielen Informationen!
  • Warum bewerben Sie sich? Was qualifiziert Sie? Überlegen Sie sich, was Sie an der Stellenausschreibung angesprochen hat und warum Sie der geeignete Kandidat für das ausgewählte Unternehmen sind. Es zählen konkrete Fakten! Werden in der Stellenausschreibung Informationen zu Gehalt und Eintrittstermin gewünscht, müssen diese im Anschreiben erwähnt werden.
Der Lebenslauf

Im Lebenslauf steht alles, was durch Zeugnisse belegbar ist, d. h. Ausbildungen, Abschlüsse und Weiterbildungen sowie die persönlichen Daten. Wahrheit ist oberstes Gebot!

Gliederung / Layout

Heute wird der amerikanische Stil bevorzugt, d. h. die aktuelle bzw. letzte Tätigkeit wird zuerst erwähnt.
Dabei sollten Sie Ihre Schwerpunktbereiche optisch gliedern, z. B.

  • Beruflicher Werdegang
  • Studium (bei Hochschulabsolventen an erster Stelle, dann Praktika)
  • Schulische Ausbildung
  • Sonstiges
  • Hobbys / Interessen (falls erwünscht / relevant)

Zeiträume werden immer mit Monats- und Jahresangaben angegeben:
05/00 – 08/06 oder 05/2000 – 08/2006
Tätigkeiten zu Praktika oder Jobs werden stichpunktartig unter der Zeitraumangabe zusammengefasst.

05/00-02/09 Mustermann AG (5000 Mitarbeiter; >www.muestermann.de), Ort
Leiter Debitorenbuchhaltung

   Führung von 5 Mitarbeitern
   Verantwortlich für das Mahnwesen
   Überwachung der korrekten Verbuchung aller Ausgangsrechnungen
   Ansprechpartner für alle internen und externen Stellen

Verfassen Sie Ihren Lebenslauf mit einem Schreibprogramm (MS Word etc.) und versenden Sie Ihren Lebenslauf als pdf.-Datei.

  • Zur Studienzeit sollen angegeben werden:
    • Zeitraum, Name und Ort der Hochschule, Studienfach, Studienrichtung
    • Titel der Diplomarbeit, ggf. Note angeben
    • Bezeichnung des erworbenen akademischen Grades, z.B. Diplom-Kaufmann
  • Ausbildung / Schulbildung
    • Kurze Angaben zum Namen der Schule, Ort und höchster Abschluss
    • Kurze Angabe zum Ausbildungsort und höchster Abschluss, z. B. Bankkaufmann
  • Sprachen / EDV
    • Sprachkenntnisse unbedingt erwähnen und realistisch einschätzen,
    • z. B. Englisch: gute mündliche und schriftliche Kenntnisse, konversationssicher
    • EDV Kenntnisse, insbesondere spezielle Kenntnisse, erwähnen, z. B. SAP R/3 FI, CO, MM, HR ,DATEV, Reuters etc. immer mit Einschätzung, z. B. Anwenderkenntnisse
  • Hobbys und Freizeit
    • Hobbys sollten nur angegeben werden, wenn sie im direkten Zusammenhang mit der Bewerbung stehen, z. B. eine Sportart, wenn man sich bei einem Sportartikelhersteller bewirbt
    • Vermeiden Sie Floskeln wie „lesen, spazieren gehen, meine Familie…“
Die Zeugnisse

Sie belegen alle im Lebenslauf genannten Punkte und sind im gleichen zeitlichen Ablauf anzuordnen, d.h. das aktuellste Zeugnis ist die erste Seite der Zeugnisse-Datei. Versenden Sie Ihre vollständigen Zeugnisse in einem ordentlichen und gut lesbaren Zustand. Grundsätzliches: Verlangen Sie bei jedem Job und Praktikum, bei ehrenamtlichen Tätigkeiten und Nebenjobs ein qualifiziertes Zeugnis, soweit möglich. Darin sollten die Tätigkeiten aufgelistet sein, die Sie ausgeübt haben und eine Einschätzung Ihrer Leistungen. Gerade für Absolventen, die noch keine qualifizierte Berufserfahrung vorzuweisen haben, ist es eine wichtige Chance, Engagement und Fähigkeiten zu belegen.

Das Foto

Ein Lichtbild ist zwar aufgrund des AGG nicht mehr zwingend erforderlich, rundet aber eine Bewerbung ab. Gesichter bleiben besser in Erinnerung als Namen. Lassen Sie Ihr Foto von einem qualifizierten Fotografen machen. Besprechen Sie die Art und Größe des Fotos (Schwarz/Weiß, Porträt oder Halbportrait) gemeinsam mit dem Fotografen. Wählen Sie Business-Kleidung, am besten gedeckte Farben, keine wilden Muster. Platzieren Sie das Fotos zentral auf einem Deckblatt oder auf dem Lebenslauf rechts oben. Bitte verwenden Sie keine selbst erstellten Fotos, keine Privat- oder Urlaubsfotos und keine Webcam-Fotos!!

Post, E-Mail oder Online-Bewerbung?

Ganz klare Empfehlung von uns: keine postalische Bewerbung, wenn Sie nicht klar dazu aufgefordert werden. Moderne Personalorganisationen sind heute auf elektronische Systeme eingerichtet. Papierbewerbungen verursachen im Unternehmen in der Regel deutlichen Mehraufwand, da diese oft manuell eingescannt werden und dann auf dem Postweg zurückgesendet werden. Werden online Bewerbungsformulare mit upload-Funktion für Ihre Dokumente angeboten, sollten Sie diese nutzen, auch wenn Ihr Aufwand etwas größer ist. Bei modernen Personalsystemen sind Ihre Daten damit bereits in kompatiblem Format in der Datenbank und damit hat Ihre Bewerbung eine vorteilhafte Position. Der gängige Standard ist heute die E-Mail-BewerbungHierbei ist das Format sehr wichtig:

  • Schreiben Sie im Betreff: z. B. Bewerbung als Controller, Referenznummer 0815.
  • E-Mail-Text: Kurz und bündig, Sie schreiben den Rest im Anschreiben. Bitte niemals eine leere E-Mail schicken!
  • Maximal 3 Anhänge pro E-Mail: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Eindeutig beschriftet mit Namen, z. B. „Lebenslauf Max Mustermann.pdf“.
  • Anlagen bitte nur im pdf-Format! Es gibt einige Freeware PDF-Writer im Internet, damit können Sie Ihre Dokumente relativ einfach professionell erstellen.

Ihre E-Mail Adresse ist Ihre Visitenkarte! Verwenden Sie keine „Spaßadressen“ wie: „mauerblümchen@yahoo.de“ oder „schnucki01@web.de“. Benutzen Sie eine geschäftsfähige E-Mail-Adresse. Sie sollte eindeutig Ihren Namen beinhalten, sodass Ihr E-Mail auch wiedergefunden werden kann.

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf, Foto
  3. Sortieren Sie Ihre Zeugnisse rückwärtschronologisch, nur die Arbeitgeberzeugnisse der letzten zehn Jahre und die wichtigsten Zertifikate, die Relevanz für die ausgeschriebene Position haben, sind entscheidend.

Ggf. können Sie bei Bedarf Dokumente nachreichen. Fassen Sie bitte alle Seiten in einem Dokument zusammen – keine einzelnen Seiten anhängen!

Die Größe der Bewerbung sollte 1,5 – 2 MB nicht überschreiten.

  • Keine umgangssprachlichen Floskeln verwenden!
  • Auf Tippfehler achten!
  • Versenden Sie Ihre Unterlagen genauso ordentlich und sauber, wie Sie es auch per Post tun würden!

Kein Massenversand! Adressieren Sie Ihre Bewerbung immer nur an ein Unternehmen mit persönlicher Ansprache, nie eine E-Mail an mehrere Firmen versenden.

Wenn Sie zu einem Gespräch eingeladen sind, haben Sie bereits die halbe Strecke zum neuen Arbeitsplatz absolviert. Es ist eine Herausforderung, einen guten Mittelweg zwischen Bescheidenheit und Selbstbewusstsein zu finden. Zu hohes Selbstbewusstsein wird oft als Arroganz wahrgenommen. Andererseits sollten Sie auch selbstbewusst Ihre Stärken hervorheben. Ein Bewerbungsgespräch ist mit einem Verkaufsgespräch zu vergleichen. Sie sind kein Bittsteller. Niemand gibt Ihnen einen neuen Job, um Ihnen einen Gefallen zu tun. Das Unternehmen möchte eine Vakanz besetzen und damit einen qualitativen Vorteil, eine höhere Wertschöpfung oder einen unmittelbaren betriebswirtschaftlichen Vorteil erreichen. Versetzen Sie sich in die Rolle Ihres Gesprächspartners.

Am wichtigsten aber ist: bleiben Sie ehrlich und authentisch!

Das Bewerbungsgespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen – der Bewerber tritt hier nicht als Bittsteller auf, sondern bekommt die Gelegenheit, nachdem er auf dem Papier durch seine Qualifikation überzeugt hat, nun auch im persönlichen Gespräch zu punkten. Das Gespräch sollte unbedingt als Dialog verstanden werden – das Geben und Erhalten von Informationen sollte in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Für beide Seiten birgt das Gespräch Chancen und Risiken – beide Seiten wollen überzeugen! Auch der Personaler und/oder der Fachvorgesetzte haben ein Interesse, das sie verfolgen – sie wollen eine Stelle besetzen. Sie hoffen auf den Bewerber als Lösung eines vorhandenen Personalengpasses.

Folgende Faktoren sind für Ihren Erfolg relevant

  • Der erste Eindruck in Form von Erscheinungsbild, Kleidung, Benehmen etc. Wählen Sie Business-Kleidung. Keine Jeans bzw. Freizeitdress!
  • Für die Damen – Dezentes Make-up, ordentliche Frisur, unaufdringliches Parfum
  • Für die Herren – Rasiert, frisiert, kein stark riechendes Rasierwasser
  • Auftreten geprägt durch Körperhaltung, Blickkontakt, Rhetorik, Wortwahl, Stimme, Mimik etc.
  • Bestmögliche Vorbereitung auf das Erstgespräch beim Unternehmen
    • Was für Produkte vertreibt oder stellt das Unternehmen her?
    • Umsatzzahlen, Mitarbeiterzahl, Standorte
    • Ggf. aktuelle Infos aus der Presse oder der Homepage
    • Ansprechpartner mit Namen und Position kennen
  • Pünktlichkeit ist eine Zier! Lieber zu früh erscheinen als zu spät. Bei etwaigen Verspätungen rufen Sie bitte Ihren Ansprechpartner an uns teilen Sie Ihre Verspätung mit.
  • Frage- / Antwortrunde
  • Beantworten Sie die Fragen inhaltlich präzise, treffend formuliert und auf den Punkt gebracht!
  • Stellen Sie eigene Fragen, zeigen Sie Interesse und Kompetenz

Bedanken Sie sich für das Gespräch! Demonstrieren Sie mit einem herzlichen, offenen Blick und /oder Handschlag, dass Sie an der vorgestellten Position interessiert sind. Sollten die Gesprächspartner es nicht von sich aus ansprechen, fragen Sie nach der weiteren Vorgehensweise und wann Sie mit einer Entscheidung/Information rechnen können. Ungewissheit schafft Unsicherheit und schlaflose Nächte.

Hier gilt – So besser nicht:

DIE DONT’S.

WIR WÜNSCHEN IHNEN VIEL ERFOLG BEI IHRER BEWERBUNG.

Sie sind nun bestens gerüstet für eine erfolgreiche Bewerbung. Für Fragen und weitere persönliche Tipps, stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen aus dem Tatenwerk jederzeit gerne zur Verfügung.

Nutzen jetzt direkt Ihre „DO’S“ und bewerben Sie sich bei uns im Tatenwerk. Wählen Sie einfach Ihren Traumjob unter den Stellenangeboten aus. Sollte der passende Traumjob noch nicht dabei sein, kontaktieren Sie uns einfach initiativ!