Warum Firmen auch unerfahrenen Arbeitskräften eine Chance geben sollten.

Der Fachkräftemangel in Deutschland raubt so manchem Unternehmer den kostbaren Schlaf. Laut aktuellen Untersuchungen werden im Jahr 2030 rund 3 Millionen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Die hohe Nachfrage nach diesen Experten wird in Zukunft zu einem umkämpften Wettbewerb führen

Headhunter und Personalleiter müssen bei ihrer Akquise immer tiefer in die Tasche greifen, um die potentiellen Arbeitnehmer vom eigenen Betrieb zu überzeugen. Andernfalls bleiben viele Stellen unbesetzt. Diese Vakanzen sehen nur auf den ersten Blick wie eine Ersparnis für die Unternehmen aus. Tatsächlich verlieren sie eine Menge Aufträge, weil ihnen schlicht und einfach das nötige Personal fehlt. Auf lange Sicht droht ihnen damit der Konkurs.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen die Verantwortlichen also in das Wett-Bieten um die Fachkräfte einsteigen. Müssen? Nein! Es gibt nämlich noch eine attraktivere Alternative: Die Firmen stellen ganz einfach frische Talente ein.

Ein neuer Blickwinkel eröffnet spannende Möglichkeiten

Unternehmen wehren sich häufig dagegen, Berufseinsteiger einzustellen. Sie wollen Menschen, die jünger als 25 sind, aber schon über 10 Jahre Erfahrungen gesammelt haben. Dabei ist es viel sinnvoller, nach Kandidaten zu suchen, die zwar noch grün hinter den Ohren sind, aber über High Potential verfügen.

Qualifizierte Mitarbeiter sehen bei der Lösung eines Problems häufig den Wald vor lauter Bäumen nicht. In solchen Situationen hilft ein neuer Input von Kollegen, die mit kreativen Ideen aufwarten. Sie denken abseits der üblichen Wege und erschließen damit neue Handlungskonzepte. Darüber hinaus stellen sie bestehende Strukturen in Frage, die den Arbeitsprozess unnötig in die Länge ziehen.

Motivation, die ansteckt

Der Absolvent einer Ausbildung oder eines Studiums ist noch voller Tatendrang. Er kämpft noch nicht mit den Verschleißerscheinungen, die nach mehreren Jahrzehnten harter Arbeit einsetzen. Ganz im Gegenteil: Er ist ein ungeschriebenes Blatt.

Für diese Talente ist der Einstieg in die Arbeitswelt ein großes Abenteuer. Sie sind von jedem weiteren Arbeitsschritt fasziniert, den sie neu erlernen. Diese Begeisterung überträgt sich mit der Zeit auf die älteren Kollegen. Ihnen wird wieder vor Augen geführt, warum sie sich vor vielen Jahren ausgerechnet für ihren jetzigen Beruf entschieden haben.

Außerdem möchten neue Mitarbeiter beweisen, welche Qualitäten sie besitzen und wie schnell sie sich neues Wissen aneignen. Sie akklimatisieren sich rasch und zeigen nach einer kurzen Lernphase gewaltige Fortschritte. Diese Entwicklung bleibt auch den anderen Arbeitskräften nicht verborgen. Sie werden nun noch strebsamer arbeiten, um ebenfalls die Aufmerksamkeit ihrer Vorgesetzten zu gewinnen. Dieser gesunde Konkurrenzkampf wirkt sich überaus positiv auf die Produktivität der einzelnen Angestellten aus.

Die Unternehmen können ihre eigenen Fachkräfte formen

Auch qualifizierte Mitarbeiter benötigen eine gewisse Einarbeitungszeit, weil die Aufgaben von Betrieb zu Betrieb variieren. Bis die Automatismen verinnerlicht wurden, können schon mehrere Wochen vergehen. Wenn die Suche nach diesen Fachkräften zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt, ist das sehr ermüdend.

Junge Talente, die auf der Jobsuche sind, können hingegen schnell rekrutiert werden. Sie benötigen ebenfalls eine Einarbeitungszeit, kosten jedoch viel weniger als erfahrene Arbeitskräfte. Darüber hinaus haben die Unternehmen so die Möglichkeit, eigene Fachkräfte auszubilden.

Durch diese Vorgehensweise werden die Neueinsteiger gezielt auf die Anforderungen des eigenen Betriebs vorbereitet. Sie sind nach ihrer Eingewöhnungsphase in der Lage, komplexe Aufgaben zu übernehmen. Diese Effizienz spiegelt sich auch in der Kostenaufstellung wieder. Es werden schließlich weniger Mitarbeiter als vorher benötigt, weil die Arbeitnehmer nun über genügend Kompetenzen verfügen, um aufkommende Probleme alleine zu lösen.

Die Loyalität der Mitarbeiter ist gewiss

Arbeitnehmer werden auch nach vielen Jahren noch wissen, wem sie ihren Start in das Berufsleben zu verdanken haben. Sie erinnern sich an die zermürbende Jobsuche und an die Erlösung, die die Anstellung im ersten Unternehmen bedeutete.

Diese Mitarbeiter halten sogar in wirtschaftlich schwierigen Phasen zu ihrem Arbeitgeber. Die Loyalität zeigt sich ebenfalls bei den Abwerbungsversuchen der Konkurrenz, die den Fachkräftemangel nicht mit neuen Talenten kompensierte.

Selbst ausgebildete Arbeitskräfte haben des Weiteren eine stärkere Bindung zum Arbeitgeber und möchten das in sie gesetzte Vertrauen jeden Tag rechtfertigen. Diese positive Beziehung ermöglicht auch ein freundliches und zielführendes Arbeitsklima, in das sich neue Kollegen schnell integrieren lassen.

Die Mischung wird bunter

Unternehmen, die nicht nach Berufserfahrung sondern vielmehr nach Charakter einstellen, werden über eine vielfältigere Belegschaft verfügen. Die Verantwortlichen stellen in längeren Gesprächen oder Einstellungstests fest, welche Soft Skills bei den Kandidaten vorhanden sind.

Die Bewerber werden nach einer Evaluierung aufgrund der Eigenschaften rekrutiert, die sie für den vorgesehenen Job benötigen. Dieses Verfahren schützt sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer vor unangenehmen Überraschungen.

Fazit: Der Fachkräftemangel ist eine Chance für motivierte Berufsanfänger

Die Firmen jammern seit Jahren über das Defizit im Bereich der qualifizierten Arbeitskräfte. Dabei sollten sie diese Situation lieber als eine interessante Gelegenheit auffassen. Sie können junge Absolventen eines Studiums oder einer Ausbildung anwerben und diese Rohdiamanten nach ihren Vorstellungen schleifen.

Die Einstellung von Berufsanfänger garantiert einer erhöhte Loyalität und neue Lösungsansätze für bekannte Probleme. Darüber hinaus bleibt die lange Suche nach einer Fachkraft, die kompatibel für die vakante Stelle ist, erspart. Diese Zeit kann für die Schulung des neuen Personals genutzt werden.

Unternehmen müssen, um in Zukunft weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, auf Berufseinsteiger zurückgreifen. Nur so sind sie in der Lage, ausreichend Aufträge zu bewältigen und wirtschaftlich attraktiv zu handeln.

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